Die Föderation Islamischer Dachorganisationen Schweiz (FIDS) informiert in einem Rundschreiben vom 24. März 2020 über die Repatriierung von verstorbenen Musliminnen und Muslimen in ihre Heimatländer.

Diesem ist zu entnehmen, dass die Überführung der Leichname in den meisten Fällen zwar möglich ist, Angehörige der Verstorbenen aber nicht mitreisen dürfen. Weitere Informationen können dem Rundschreiben entnommen werden.

Wichtige Information für Bestattungen in der Schweiz

Der Schweizerische Rat der Religionen (SCR) gibt bekannt, dass er vom BAG bezüglich Bestattungen wie folgt informiert worden ist:

Artikel 6 Absatz 3 Buchstabe l der COVID-19-Verordnung 2 erlaubt Beerdigungen im  engsten Familienkreis. Die Vorgabe  engster Familienkreis ist als Ausnahme vom Verbot der Ansammlung von mehr als 5 Personen zu verstehen.

Demzufolge gibt es keine Vorgabe betreffend die maximale Anzahl anwesender Personen, solange sie zum engsten Familienkreis gehören. Es ist der Familie überlassen, zu entscheiden, wer zum engsten Familienkreis gehört – also z.B. Ehepartnerinnen, Lebenspartner, Kinder, Geschwister, Eltern etc.  Eine zahlenmässige Einschränkung gibt es nicht, weshalb auch nicht im Zuge der Auslegung der Verordnung eine exakte Zahl angegeben werden kann.

Es müssen aber auf jeden Fall die Vorgaben betreffend Abstand und Hygiene eingehalten werden. 10-20 Personen scheint eine angemessene Anzahl; je nach Anzahl Geschwister oder Kinder können es aber ganz ausnahmsweise auch mehr sein. Die aktuellen Empfehlungen und Informationen finden Sie jeweils auf unserer Website.

Nun ist es soweit, am 16. März 2020 erklärte der Bundesrat in einer um 17 Uhr live übertragenen Pressekonferenz die «ausserordentliche Lage» für die Schweiz. Ab Mitternacht bedeutet dies konkret:

  • Öffentliche und private Veranstaltungen sind verboten.
  • Alle Läden, Märkte, Restaurants, Bars sowie Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe wie Museen, Bibliotheken, Kinos, Konzert- und Theaterhäuser, Sportzentren, Schwimmbäder und Skigebiete werden geschlossen.
  • Ebenso werden Betriebe geschlossen, in denen die Abstandsregel nicht eingehalten werden kann, wie Coiffeursalons oder Kosmetikstudios.
  • Diese Massnahmen gelten vorerst bis zum 19. April 2020 (neu auch für die bisherigen Schulschliessungen).

Dies hat natürlich auch konkrete Auswirkungen auf die in der Schweiz lebenden Musliminnen und Muslime. Hier können weitere Informationen abgerufen werden:

 

 

Am 13. März 2020 hat der Bundesrat der Bundesrat weitere Massnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Epidemie beschlossen:

  • Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen sind ab sofort verboten.
  • In Restaurants, Bars und Diskotheken dürfen sich maximal 50 Personen aufhalten.
  • Obige Verbote gelten ab sofort bis Ende April 2020.
  • An den Schulen darf bis am 4. April 2020 vor Ort kein Unterricht stattfinden, d.h. die Schulen auf allen Stufen werden geschlossen.
  • Die Einreise aus Italien wird weiter eingeschränkt.

Diese Massnahmen betreffen auch die in der Schweiz lebenden Musliminnen und Muslime. Einige Dachverbände haben daher ihre Mitgliedsvereine entsprechend informiert und weisen auf die Konsequenzen hin:

Der bekannte Journalist David Vogel begleitet in seinem Film unterschiedliche Protagonisten*innen, die zum Islam konvertiert sind oder kurz vor diesem Schritt stehen. So nähert er sich der Frage nach Religion und ihren Implikationen, Stellung und Umgang damit in der heutigen Gesellschaft.

In diesem Zuge hinterfragt der Journalist seinen eigenen jüdischen Hintergrund.
Dabei nimmt der Film immer einen neutralen Blick ein, der nicht von Radikalisierung spricht sondern sich auf die Frage, was für eine Rolle Religion spielt konzentriert.

Der Film feierte am Locarno Filmfestival in der Semaine de la Critique Premiere und wurde sehr gut aufgenommen.

Aïcha, Johan und das Ehepaar Lo Manto haben einen Schritt in ihrem Leben gemacht, der viele Menschen in ihrem Umfeld verstört. Sie haben das muslimische Glaubensbekenntnis abgelegt. Damit beginnt ihre Verwandlung und Neuorientierung. Aïcha zieht von der ländlichen Provinz in die Grossstadt und befolgt euphorisch die strengen Regeln ihrer neuen Religion. Die Lo Mantos versuchen sich in ihrer Umgebung gegen Vorurteile zu behaupten. Und Johan? Er trägt Bart und kokettiert mit seiner Rolle als strenggläubiger Muslim. Oder bildet sich der Filmemacher David Vogel das nur ein? Welche Rolle spielt seine eigene jüdische Vergangenheit? Je länger er seine Protagonisten begleitet, desto mehr spürt er, dass er seine eigene Biographie nicht ignorieren kann. Seine religiöse Vergangenheit holt ihn ein, jene, die er weit hinter sich gelassen zu haben glaubte.

Weitere Infos und Trailer: http://www.firsthandfilms.ch/de/shalom-allah/

Die Filmpremiere findet am 19. März 2020 im Kino Kosmos in Zürich statt.

Am 12. Januar 2020 verstarb Murad Wilfried Hofmann, ein Pionier des Islam in Deutschland, nach langer Krankheit im Alter von 89 Jahren. Möge Allah seiner Seele gnädig sein und den Hinterbliebenen Kraft und Geduld in dieser schweren Zeit schenken.

Hofmann wurde 1931 in Aschaffenburg geboren und konvertierte 1980 zum Islam. Er arbeitete 33 Jahre im diplomatischen Dienst, zuletzt als deutscher Botschafter in Algerien und Marokko. Dabei veröffentlichte er zahlreiche Aufsätze und Bücher über interkulturelle und -religiöse Themen.

Insbesondere in Deustchland hat die Nachricht seines Todes grosse Betroffenheit ausgelöst. So schrieb Ayman A. Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD):

Wir verlieren mit Murad Wilfried Hofmann einen brillanten Denker, einen Gelehrten und eine Persönlichkeit von Weltrang, ein grosses Vorbild und eine Quelle der Inspiration für viele Menschen und über Generationen hinweg. Sein Tod ist ein Verlust für Muslime und Nicht-Muslime gleichermassen. Unser Bruder Murad hat sich in vielfältiger Weise um den ZMD, um die Muslime in Deutschland, um die Muslime und Menschen in vielen Ländern auf der Welt in höchster Form verdient gemacht. Er hinterlässt eine schmerzvolle, grosse und kaum zu füllende Lücke in unseren Reihen, aber vor allem in unseren Herzen. Wir werden mit Gottes Hilfe sein Andenken hoch und in Ehren halten. Seine unzähligen Bücher und Schriften, die in viele Sprachen übersetzt worden sind, existieren als sein grosses Erbe und als schier unerschöpflicher Schatz weiter. Möge Gott diesen ihm stets zu seinen guten Taten anrechnen.

Lesen Sie hier weitere Reaktionen und Kommentare zu Hofmann’s Tod:

 

 

 

Gemäss einem Artikel auf AZ online vom 14. Januar 2020 hat das von der albanischen Gemeinschaft geplante Zentrum mit Moschee, Restaurant, Jugendraum und Kinderhort (wir berichteten) bereits mehrere Hürden genommen.

Neben den Finanzen (ca. 5 Mio. Franken) konnten zwei Einsprachen von Firmen bereinigt werden. Das Baugesuch musste aber bezüglich den vorgesehenen Parkplätzen abgeändert und nochmals eingereicht werden. Der Verein rechnet damit, dass der Baustart noch dieses Jahr erfolgen wird.

Weitere Informationen zum Projekt können auf der eigens dafür eingerichteten Webseite abgerufen werden.

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Weitere Infos und Anmeldung: http://eusiwelt.eventbrite.com/

Die Redaktion von islam.ch wünscht allen christlichen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.

Obwohl wir Musliminnen und Muslime Weihnachten selbst nich feiern, glauben wir an Jesus (arab. Isa), Gottes Segen und Heil auf ihm, als den Gesandten Gottes und an seine wunderbare Geburt durch die Gnade Gottes.

Im Qur’an, dem heiligen Buch der Muslime, sind ihm, seiner Mutter und selbst seinem Grossvater, Imran, viele Verse gewidmet. So beschreiben z.B. die Verse 33-62 der 3. Sura Âl-i Imrân das wundersame Leben von Maria (arab. Maryam) und die Geburt und das Wirken von Jesus (arab. Isa).

Und in den Versen 110-115 der 5. Sura Al-Maida wird über seine Wunder berichtet.