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Bismillah-ir-Rahman-ir-Rahim |
Fr, 03. Sep 2010 |
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Werden in St. Gallen bald die Weihnachtsferien abgeschafft?Zu diesem Schluss kann man kommen, wenn man das Verhalten des Wiler Bildungsdepartments genauer... 06.08.2010 19:30 Kommt nach dem Minarettverbot nun das Kopftuchverbot?Der St. Galler Erziehungsrat empfiehlt in einem Kreisschreiben, dass die St.Galler Gemeinden das... |
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Islam und HerzQiyam ul-Lail, das Gebet mitten in der NachtDatum: 06.02.2006 11:15 (last update: 19.03.2007 20:38) Manchmal ist es schwierig, die fünf Pflichtgebete mit Tiefe zu verrichten. Zu viele Dinge lenken uns im Alltag vom Gebet ab.
Manchmal ist es schwierig, die fünf Pflichtgebete mit Tiefe zu verrichten. Zu viele Dinge lenken uns im Alltag vom Gebet ab. Während dem Morgengebet ist es die Familie, die uns ablenkt. Beim Mittags- und beim Nachmittagsgebet haben wir den Kopf voll mit Fragen aus dem Erwerbsleben, können nicht wirklich abschalten und finden meist auch nicht die Zeit um das Gebet in der Moschee zu verrichten. Während dem Abendgebet tollen die Kinder um uns herum und beim Nachtgebet sind wir müde vom langen Tag. Ja, es ist manchmal schwierig den Gebeten die nötige Tiefe zu geben, die aus blossen Verbeugungen und Niederwerfungen wirkliche Gebete entstehen lässt, Gebete in denen wir die Nähe zu Allah spüren. Wenn wir mitten in der Nacht aufstehen sind wir alleine, wir finden Ruhe. Die Gedanken kreisen nicht mehr um Fragen des Alltags. Die Hektik des Alltags steht still. Oft wachen wir sowieso in der Nacht auf und gehen auf die Toilette. Warum machen wir danach nicht gleich Wudu? Damit uns die Augen nicht schmerzen dimmen wir das Licht ein wenig und verrichten nun Gebete, bei denen die meisten äusseren Ablenkungen wegfallen. Wir können so lange in der Niederwerfung (Sujud) verharren, wie wir möchten, müssen dabei auf nichts und niemanden Rücksicht nehmen. Diese Gebete haben oft eine Tiefe, in der sich alles um uns aufzulösen beginnt und unser ganzes Selbst sich nur und ausschliesslich auf Allah ausrichtet. Manchmal spüren wir förmlich, wie die ersten Schleier wegzufallen beginnen, die sich zwischen uns und der Wirklichkeit Allahs befinden. In diesem Augenblick können wir die Tränen nicht mehr zurückhalten. Wir verrichten dieses Gebet als wäre es unser letztes Gebet, als sähen wir Allah vor uns. Der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, sagt über das Gebet mitten in der Nacht sinngemäss: «Das beste Gebet nach dem Pflichtgebet ist das Gebet mitten in der Nacht.» (Ahmad Ibn Hanbal) «... Es bringt euch eurem Herrn näher und ist Sühne für schlechtes Tun und hält euch von Sünde ab.» (Tirmidhi) Wie aber verrichten wir das Gebet mitten in der Nacht? Das Gebet mitten in der Nacht, auf Arabisch Qiyam ul-Lail oder Tahadschud, wird in der Zeit zwischen dem Nachtgebet (Isha) und dem Beginn des Morgenlichts (Fajr) verrichtet. In der Regel geht man nach dem Isha Gebet schlafen und steht im letzten Drittel der Nacht nochmals auf. Man beginnt das Gebet mit zwei kurzen Rakat (Gebetseinheiten). Danach betet man eine beliebige Anzahl Rakat in Zweiergruppen und schliesst mit dem Witr Gebet ab. Vom Propheten, Sallallahu alaihi wa Sallam, ist überliefert, dass er nicht mehr als 11 Rakat gebetet hat (8 + 3 Witr). Dabei hat er das Stehen und die Niederwerfung (Sujud) zum Teil sehr in die Länge gezogen. So sehr als würde er sich gar nicht mehr aus dem Sujud erheben wollen.
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