Die Religionslandschaft der Schweiz hat sich gemäss dem BFS während den letzten 40 Jahren stark verändert. Die Anteile der römisch-katholischen und der evangelisch-reformierten Landeskirchen haben zwischen 2000 und 2016 leicht abgenommen (um 6 beziehungsweise 9 Prozentpunkte). Im Gegensatz dazu hat der Anteil der muslimischen und aus dem Islam hervorgegangenen Glaubensgemeinschaften leicht zugenommen (um 1,6 Prozentpunkte). Der Anteil der jüdischen Glaubensgemeinschaften ist gleich geblieben, während jener der Konfessionslosen um 13,5 Prozentpunkte zugenommen hat.

Quelle: Beitrag und Bid, Blick, vom 11. April 2019

Der Bund brachte einen Bericht heraus, der neue Zahlen zu rassistischen Vorfällen in der Schweiz publiziert.

Dabei ist auffällig, dass ein grosser Teil der Diskriminierungsfälle – insgesamt 58 – am Arbeitsplatz stattfand. Dort registrierten die Beratungsstellen eine Zunahme der Vorfälle um 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ebenfalls häufig kam es im Bildungsumfeld (38) zu rassistischen Aussagen. Dies vor allem an der obligatorischen Schule, aber auch in der ausserschulischen Kinderbetreuung, der tertiären Bildung oder in Weiterbildungen. Weiter gingen bei den Fachstellen auch Meldungen rassistischer Vorfälle im Bereich der Nachbarschaft (31), des öffentlichen Raums (28), der Verwaltung (19) und der Polizei (24) ein.

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Quelle: NZZ vom 07. April 2019

Im Anschluss an das Projekt zur muslimischen Notfallseelsorge im Kanton Zürich, haben der Kanton und der Dachverband islamischer Organisationen Zürich (VIOZ) eine Trägerschaft gegründet. Die Trägerschaft hat einen Leistungsauftrag der Direktion der Justiz und des Innern erhalten, in dem insbesondere ein Weiterbildungsauftrag enthalten ist. Dieser wurde an das Schweizerische Zentrum für Islam und Gesellschaft (SZIG) vergeben.

In Kooperation mit der Trägerschaft führt das SZIG das Projekt zur Konzipierung und Realisierung des Weiterbildungslehrgangs „Muslimische Seelsorge und Beratung im interreligiösen Kontext“ durch. Der Weiterbildungslehrgang und das daran anschliessende Praktikum bilden muslimisch-religiöse Betreuungspersonen für ihre Tätigkeit als Seelsorgende und als Beratungspersonen in öffentlichen Institutionen (Spitäler, Notfallseelsorge etc.) weiter. Ziel ist der Erwerb professioneller Kompetenzen für eine interreligiös offene und kultursensible Seelsorge und Beratung in öffentlichen Institutionen unter Einbezug einer islamisch-theologischen Selbstreflexion sowie heutiger kommunikativer und humanwissenschaftlicher Anforderungen. Das daran anschliessende Praktikum ist an der Tätigkeit und dem Strukturaufbau der Seelsorge in öffentlichen Institutionen im Kanton Zürich orientiert.

Weitere Informationen zum zweiten Weiterbildungslehrgang können Sie auf der Homepage der Universität Freiburg lesen.