Zuerst hiess es, dass eine durch die SVP-Kampagne geschürte Angst vor Überfremdung schuld sei an dem klaren Verdikt des Schweizer Stimmvolkes, dann gerieten plötzlich «linke Emanzen» in Verdacht und nun soll es die «moderate Mitte» um CVP und FDP sein. 
 

Vox-Analyse
 
Die aktuell Vox-Analyse kommt zum Schluss, dass keine besonders xenophoben Gruppen mobilisiert wurden und die Abstimmenden genau wussten, worüber sie abgestimmt haben. Eine Mehrheit von ihnen hat nach eigenen Angaben auch nichts gegen Muslime oder die Ausübung der islamischen Religion einzuwenden. Offenbar wollte man aber trotzdem ein Zeichen gegen eine zunehmende Verbreitung des Islams und seiner Werte in der Schweiz setzen.

 
Laden Sie hier die Präsentation des Vox-Berichtes von Prof. Hans Hirter der Uni Bern herunter.
Das kann man nun glauben oder nicht. Spätestens seit dem Debakel mit der GfS-Umfrage, die ein völlig anderes Abstimmungsergebnis vorhersagte, ist das Vertrauen in solche Untersuchungen wohl nicht mehr dasselbe wie vorher. Was aber viel nachdenklicher stimmt, ist die Tatsache, dass sich Schweizerinnen und Schweizer offenbar nicht mehr getrauen, die Wahrheit zu sagen und dazu zu stehen. In einem Interview mit der NZZ, das am 26. Januar 2010 abgedruckt wurde, zeigt sich der Politologe Claude Longchamps überzuegt, dass die Umfrage methodisch korrekt durchgeführt wurde; er verweist dafür auf die Komplexität der Meinungsbildung.

Mit anderen Worten: Wahrheit und Ehrlichkeit sterben als Erstes…