Das Opferfest (arab. Id-ul-Adha) zum Ende der diesjährigen Pilgerfahrt (arab. Hajj) ist am Dienstag, 20. Juli 2021.

Aufgrund der durch die COVID-19-Pandemie verursachten besonderen Umstände findet auch diesjährige Hajj unter Ausschluss der nicht in Saudi-Arabien lebenden Musliminnen und Muslime statt

Die Festgebete werden aufgrund der aktuellen COVID-19-Verordnungen vom BAG im beschränktem Rahmen abgehalten

Die meisten Moscheen führen das traditionelle Festgebet in ihren eigenen oder angemieteten Räumlichkeiten durch. Daneben besteht die Möglichkeit, am gemeinsamen Festgebet, das von den folgenden Gemeinschaften in Zürich organisiert wird, teilzunehmen. Die Predigten werden auf Deutsch übersetzt.

1. Islamische Gemeinschaft Zürich

Adresse: Vulkanstrasse 200, 8048 Zürich Altstetten (Juchhof 1)
Siehe Flyer.
Zeit: 08:00 Uhr

2. ImanZentrum Volketswil

Adresse: Juchstrasse 15, 8604 Volketswil

  1. Gebet 06.30 h
  2. Gebet 07.00 h
  3. Gebet 07.30 h
  4. Gebet 08.00 h

Wir wünschen allen Musliminnen und Muslimen gesegnete Festtage: Kullu ‘âm wa antum bi-khayr.

Ihr islam.ch-Team.

Nach der Islam-Debatte ist vor der Islam-Debatte

Zürich, 23. Juni 2021

Im Anschluss an die kürzlich erfolgte Überweisung eines Postulats der Sicherheitspolitischen Kommission des Ständerats (SIK-S), in der ein Bericht des Bundesrats zu einem Bewilligungsverfahren und einem öffentlichen Register für Imame sowie einem Auslandfinanzierungsverbot für Moscheen angefordert wird, folgt nun ein Positionspapier der SVP Schweiz, mit dem das geltende schweizerische Religionsverfassungsrecht weiter unterminiert werden soll. Als Vertreterin der islamischen Organisationen im Kanton Zürich, nimmt die VIOZ hiermit Stellung zu diesen Entwicklungen.

Lesen Sie den ganzen Beitrag auf vioz.ch, vom 23. Juni 2021

Guten Tag und As Salam Alaikum liebe Freunde

«Und nicht ein Blatt fällt nieder, ohne dass Allah es weiss.» (An‘am / 59)

Die projektbezogene Arbeit der FIDS erfordert weitere finanzielle Mittel. Unsere Zusammenarbeit mit den Behörden und weiteren muslimischen Organisationen, die Rechtsberatungstätigkeit sowie die Medienarbeit, die wir machen, erfordern ebenfalls weitere Ressourcen, weshalb wir die Crowdfunding Aktion wieder lanciert haben. Die Einnahmen unterstützen die FIDS diese wichtigen und wertvollen Aufgaben professionell weiterzuführen. Ramadan ist eine Gelegenheit, wo jeder Muslim etwas beitragen kann. Mit Deiner Unterstützung schaffen wir es unsere Arbeit weiterhin zu verbessern. Mit deiner Spende oder Zakat (Maal) schaffen wir es unsere Arbeit weiterhin zu verbessern.

 

Weiter zur Spende und mehr Infos geht es hier.

Morgen am 13.04.2021 beginnt der Monat Ramadan, dem 9. Monat im islamischen Mondkalender.

Auch dieses Jahr aufgrund der COVID-19-Pandemie unter besonderen und äusserst ungewohnten Umständen. Auch dieses Jahr gibt es für gläubige Muslime Einschränkungen für die Gemeinsame Gebete (Tarawih) und gemeinsames Treffen beim Iftar (Fastenbrechen)

Es handelt sich um eine ganz spezielle Zeit im jährlichen Lebensrhythmus der Musliminnen und Muslime. Einerseits wurde in diesem Monat das heilige Buch, der Qur’an, auf die Erde herabgesandt (siehe Qur’an, Sura 2, Vers 185).

Andererseits begeben sich die Musliminnen und Muslime durch das tägliche Fasten von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang in einen besonderen spirituellen Zustand. Sie unterziehen sich einer inneren Reinigung, indem sie sich noch mehr als sonst auf ihren Schöpfer, Allah, konzentrieren und sich vermehrt dem Gebet, Seiner Lobpreisung und der Rezitation des Qur’an widmen und sich selbst zur Rechenschaft ziehen.

Neben dieser spirituellen Reinigung wird auch der Körper der Fastenden gereinigt, entschlackt und entgiftet. Und durch die persönlicher Erfahrung von Hunger und Durst wird auch die Empathie mit den Notleidenden und Armen auf dieser Welt gestärkt. Nicht zuletzt darum wird im Ramadan mehr als sonst gespendet und wird die Zakat, die jährliche Armensteuer, entrichtet.

Erfahren Sie in unserem Einführungsartikel zum Fasten im Ramadan noch mehr über die Besonderheiten dieses Monats. Und hier kann eine Broschüre mit 25 Fragen zum Fasten im Ramadan heruntergeladen werden.

Wir wünschen allen Musliminnen und Muslimen einen gesegneten Fastenmonat voll mit Allahs Barmherzigkeit und Segen und bitten Ihn um Erleichterung in dieser schwierigen Zeit.

Ramadan Karim!

 

Die Armeeseelsorge begegnet in der Milizarmee einem Spiegelbild der Gesellschaft. Um dieser Diversität gerecht werden zu können, geht sie den eingeschlagenen Weg weiter und geht neue Partnerschaften mit dem Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund (SIG) sowie mit der Föderation Islamischer Dachorganisationen der Schweiz (FIDS) ein.

Lesen Sie mehr dazu auf vbs.admin.ch, vom 29. März 2021

Das Volk hat gesprochen: Die Schweizerische Bundesverfassung ist um einen Artikel reicher, der sich gegen eine einzelne Minderheit richtet. Es hat damit ein Zeichen gesetzt. Nicht gegen den «politischen Islam» und «Islamismus», sondern zugunsten des «politischen Islams», denn dem ist dieses «Zeichen» nämlich noch so willkommen, unterstützt es doch dessen Narrativ vom Westen, der Islam und Muslime hasse und als Feinde betrachte, wo Muslime nicht willkommen seien und unterdrückt würden. Das Schweizer Stimmvolk hat aber vor allem ein Zeichen gesetzt dafür, dass das Grundrecht der Glaubens- und Gewissensfreiheit, was die Muslime in diesem Land betrifft, allmählich zu einer leeren Floskel verkommt.

Lesen Sie mehr dazu auf gms-minderheiten.ch,  März 2021

Ende 2017 hat die Schweizer Regierung den sog. Nationalen Aktionsplan zur Verhinderung und Bekämpfung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus verabschiedet und in Kraft gesetzt. Er ist Teil der Strategie der Schweiz zur Terrorismusbekämpfung, bei der die Prävention von entscheidender Bedeutung ist.

Im Rahmen eines Impulsprogramms, das in diesem Zusammenhang ebenfalls verabschiedet wurde, haben wir vom VAM einen Projektantrag gestellt, welcher folgende Elemente umfasst:

  • Erstellung eines Kurzfilms, welcher Radikalisierung und Extremismus unter Jugendlichen  thematisiert, Alternativen aufzeigt und somit die Grundlagen für eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Thematik liefert.
  • Der Film soll an verschiedenen Orten im Rahmen eines Workshops gezeigt und diskutiert  werden. Jugendliche sollen so die Gelegenheit erhalten, sich vertieft mit dem Thema auseinanderzusetzen um einerseits nicht selbst Opfer von Extremismus zu werden und Tendenzen bei Freunden, Kollegen etc. besser zu erkennen. Als Orte eignen sich insbesondere Schulen, Jugendtreffs, aber auch Moscheen, Kirchgemeinden etc.
  • Erstellung eines Fachregisters mit Vertiefungsmaterial.

Nachdem wir bereits im Juni 2020 die Finanzierungszusage vom Kanton Aargau bekommen hatten, hat schliesslich auch der Bund im Dezember 2020 seine Unterstützung zugesagt. Seit kurzem ist unser Filmprojekt auf der Liste der unterstützten NAP-Projekte auf der fedpol-Webseite aufgeführt.

Anfang 2021 hat das VAM-Projektteam, auf den bereits geleisteten Vorarbeiten aufbauend, mit der eigentlichen Arbeit begonnen. Bis Mitte März 2021 wurden bereits verschiedene mögllche Stories erarbeitet und einem fachlichen Beirat zur Beurteilung vorgelegt. Aufgrund der zum Teil sehr detaillierten Rückmeldungen wurde ein provisorisches Drehbuch erstellt und nochmals in die Vernehmlassung geschickt. Ziel ist es, den Film bis Ende 2021 fertigzustellen und mit Filmvorführungen und Workshops Anfang 2022 zu beginnen.

Dieses Projekt passt perfekt zur strategischen und ideologischen Ausrichtung des VAM, der jede Art von Gewalt und Extremismus kategorisch ablehnt. Bereits am 12. März 2005 veranstaltete der VAM eine vielbeachtete Friedenskundgebung auf dem Unteren Bahnhofplatz in Baden. Dabei haben alle anwesenden Musliminnen und Muslime eine Friedens-Resolution unterzeichnet, in welcher Gewalt in jeglicher Form eine unmissverständliche Absage erteilt und der Wille für ein friedliches und verständnisvolles Zusammenleben aller Religionen und Kulturen bekräftigt wird.

Wir sind über das Ergebnis der Abstimmung sehr enttäuscht. Die Enttäuschung ist mit grosser Empörung vermischt. Es wäre zu erwarten gewesen, dass das Schweizer Volk nicht zulassen würde, dass eine Symbolpolitik auf dem Rücken einiger muslimischen Frauen betrieben und ausgetragen wird. Diese Symbolpolitik richtet sich gegen Musliminnen und Muslime. Sie schadet aber auch der gesamten Schweiz, die mit der Annahme der Initiative ihre eigenen Werte untergraben hat. Mit der Annahme der Initiative ist der Frau nicht gedient. Verankerungen von Kleidervorschriften in der Verfassung sind kein Befreiungskampf der Frau, sondern ein Rückzug in die Vergangenheit. Echte Gleichberechtigung und Gleichstellung sehen anders aus. In dieser Hinsicht gibt es noch viel zu tun.

Gesellschaftliche Werte der Schweiz
Die Schweizer Tradition ist geprägt von Werten der Neutralität, Toleranz und Friedensstiftung. Diese Werte haben mit der Debatte rund um das Verhüllungsverbot gelitten. Als Bürgerinnen und Bürger, sowie Mitglieder der Gesamtgesellschaft, müssen wir zur Stärkung einer liberalen und demokratischen Schweiz zurückkehren. Unsere gemeinsame Gesellschaft muss über niedere politische Manöver hinausgehen. Gesellschaftliche Grundwerte dürfen nicht mehr untergraben werden.

Inklusion ohne weitere Ausgrenzung
Nach dem Sonderbundskrieg haben Religionsvielfalt und individuelle Freiheit die Schweiz geprägt. Zu den vielfältigen religiösen Ausprägungen der Schweiz gehört der Islam als Religion, ebenso wie Musliminnen und Muslime als Teil der Bevölkerung schon längst zur Schweiz gehören. Wie jeder Mensch eine vielfältige Identität hat, so sind auch Musliminnen und Muslime Menschen, die hierher gehören. Sie werden dieses Land nicht verlassen. Wir sind ein gleichberechtigter Teil der Gesellschaft und erwarten, als solcher behandelt zu werden. Antimuslimischer Rassismus darf nicht mehr salonfähig gemacht werden und weitere diskriminierende Handlungen sind nicht zu akzeptieren, wie dies auch insbesondere im Rahmen der Abstimmungskampagne zum Verhüllungsverbot der Fall war. Weitere Kleidervorschriften gehören nicht in die Verfassung und damit auch nicht in das Gesetz.

Brücken weiter verstärken
Die stimmungsgeladene Debatte der letzten Monate hat den bestehenden Brücken zwischen der Gesamtgesellschaft und der muslimischen Gemeinschaft geschadet. Deshalb muss der gesellschaftliche Dialog wieder gefördert werden. Konkret umsetzbare Anliegen und Projekte mit den hier lebenden Musliminnen und Muslimen sehen wir als FIDS vonnöten. Ein erfolgreiches Zusammenleben ist nur funktionsfähig, wenn die Mehrheitsgesellschaft die Minderheiten am gesellschaftlichen Leben teilnehmen lässt. Diskussionen müssen auf Augenhöhe geführt werden. Bei offensichtlicher Ungleichbehandlung bestimmter Minderheiten sind diese in Schutz zu nehmen durch die Mehrheitsgesellschaft. Solche Gesten sind heute zu selten. Die mediale und gesellschaftliche Debatte sollte weniger über den Köpfen der hiesigen Musliminnen und Muslime hinweg, und mehr auf gleichberechtigte Art und Weise mit ihnen geführt werden.

An die Musliminnen und Muslime in der Schweiz
Die geführte Debatte sollte niemanden entmutigen. Die wertvolle ehrenamtliche Arbeit, welche die Musliminnen und Muslime seit Jahrzehnten leisten, sollte weitergeführt werden. Wir können nur mit verbündeten Kräften in Richtung einer inklusiven Gesellschaft arbeiten, die alle gleichermassen am gesellschaftlichen Leben teilhaben lässt. Es braucht Mut und viel Energie diesen Weg zu gehen. Wir möchten allen, die dazu beitragen, ein friedvolles Leben in diesem Lande zu gestalten, herzlichst danken.

Unsere Forderung an die Politik
Wir sind ein Teil dieser Gesellschaft und wir erwarten als ein solcher behandelt zu werden. Als Menschen erwarten wir Zukunftsperspektiven und dulden es nicht mehr, in einer solchen Art und Weise zu politischen Zwecken instrumentalisiert zu werden. Wie die EKM in ihrem Positionspapier am 3. März 2021 kommuniziert hat, «braucht es eine uneingeschränkte Akzeptanz des Islam als Religion, die in vielfältigen Ausprägungen längst Teil der schweizerischen Gesellschaft geworden ist und zur Schweiz gehört». Das bestärkt die Idee, eine Prüfung der Anerkennung der Muslime als nationale Minderheit zur Diskussion zu stellen. Hass und Hetze muss hiermit ein Ende nehmen. Wir blicken auf eine inklusive, bunte und gute gemeinsame Zukunft in der Schweiz, worin jede und jeder teilhaben kann.

FIDS, 07.03.2021

Für telefonische Rückfragen:
079 223 33 45, Önder Günes, FIDS Mediensprecher
078 892 85 82, Pascal Gemperli, FIDS Mediensprecher (F und D)