Gemäss einem Artikel im «Bund» vom 9.12.2018 ist der Berner Regierungsrat nicht an einer staatlichen Anerkennung muslimischer Religionsgemeinschaften interessiert.

In einem Grundsatzentscheid hielt er fest, dass ihn weder ein «Schweizer Islam», wie ihn SP-Chef Christian Levrat vorgeschlagen hatte, noch eine Diskussion zu dem Thema der staatlichen Anerkennung interessiert. Der Kanton soll lediglich vermehrt den Kontakt zu nicht anerkannten Religionsgemeinschaften suchen. 

Mit anderen Worten: Von den Muslime soll weiterhin gefordert werden, ohne dass eine adäquate Gegenleistung geliefert würde. Schade.

Der Gemeindeschreiber von Boswil AG, Daniel Wicki (47), fordert in einem Facebook-Eintrag die Todesstrafe für Vergewaltiger. Man könnte meinen, dass dies allgemein einen hellen Aufschrei des Entsetzens auslösen sollte. Nicht so in Boswil AG. Gemäss einer Recherche des Blick vom 7.12.2018 erhält er in seinem Dorf grossen Zuspruch und Rückhalt.

Dazu gehören auch der Gemeindeammann und sogar der Schulleiter! Und, man höre und staune, «Lügenpresse, halt die Fresse!» bekommt der Blick-Journalist anstelle einer Antwort zu hören…

Und worum geht es? Unter einen Artikel über eine Vergewaltigung einer Frau in Deutschland (unter anderem durch Asylsuchende) schreibt Wicki: «Primaaa hat man diese Schweine erwischt! Und jetzt an die Wand stellen und eine saubere 9mm-Impfung verpassen!!! Tut nicht weh, ist effizient und nachhaltig.» Darüberhinaus beschwert er sich natürlich auch über Sozialhilfebezüger ohne im Blick-Interview in der Lage zu sein, deren Anzahl in Boswil AG nennen zu können.

Für einmal können wir uns dem Kommentar des Blick-Chefredaktors Andreas Dietrich anschliessen: «Es ist abstossend und furchterregend.»

In der Zwischenzeit hat SP-Nationalrat Cédric Wermuth, der selbst in Boswil AG aufgewachsen ist, eine Petition zur Absetzung Daniel Wicki’s lanciert. Diese kann hier unterzeichnet werden.

Quellen:

Er wurde als Barmherzigkeit auf die Welt gesandt und als Rufer zu Gott. Seine Geburt, die auf die 12. Nacht des Rabî‘-ul-Awwal, des dritten Monats im islamischen Mondkalender, fällt, war begleitet durch aussergewöhnliche Zeichen und Ereignisse.

Dieses Jahr fällt dieses Ereignis auf Montagabend, 19. November 2018.

In der Sura Al-Anbiya, Vers 107 heisst es dazu: «Und WIR entsandten dich nur als Gnade für die ganze Schöpfung.»

Am 10., resp. 11. November 2018 öffneten in den Kantonen Zürich und Aargau viele Moscheen ihre Türen, Der mittlerweile zur Tradition gewordene Tag der offenen Moschee (TdoM) ist ein Tag, an dem sich Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen in den Moscheen treffen. Begegnung, Wissensvermittlung, Dialog, Partizipation und Anerkennung – das sind die wichtigsten Ziele dieses Tages.

Lesen Sie hier entsprechende Berichte:

Anstatt das Handy zu zücken, zögert er keinen Moment, um einen stark alkoholisierten 44-jährigen Mann zusammen mit einem anderen Helfer aus dem Gleisbett einer U-Bahn-Station in Hanau zu retten. Der Mann überlebt schwer verletzt, der 17-jährige türkisch-stämmige Mustafa Alptuğ Sözen verliert aber sein Leben…

Ein wahrer Held.

Wir wünschen ihm Allah’s Gnade und Segen, und seinen Angehörigen viel Geduld in dieser schweren Zeit.

«Innâ lillahi wa innâ ilayhi raadschiûn»
Von Allah kommen wir und zu Ihm ist unsere Rückkehr.

Am 16. November 2018 fand in Hanau unter grosser Anteilnahme der lokalen muslimischen Gemeinde eine Trauerfeier statt. Der Hessische Rundfunk berichtete darüber.

Und wie berichten die «Mainstream-Medien»?

Zum Umgang mit dem Islam in Schule, Beruf und Gesellschaft – Workshops für Interessierte in muslimischen Organisationen.

Das Team des Zentrums Religionsforschung der Universität Luzern hat seit 2011 unter jungen Musliminnen und Muslimen in der Schweiz geforscht. Es hat seine Ergebnisse in Workshops an Fachleute in Schule, Berufsberatung oder Jugendarbeit vermittelt, denn diese fühlen sich im Umgang mit jungen Muslimen oft unsicher. Dabei hat das Team viele Fälle gesammelt, in denen religiöse Praxis und Motive, religiöse und kulturelle Prägungen oder soziale Probleme zu schwierigen Situationen führten. 

Jetzt möchte das Forscherteam die Blickrichtung umkehren: In vier Workshops in der Deutschschweiz erfahren interessierte Musliminnen und Muslime, wie solche schwierigen Fälle zum Beispiel aus der Sicht einer Lehrerin oder eines Berufsberaters aussehen. Vor allem gibt es ausführlich Gelegenheit zur Diskussion mit Gästen aus diesen Berufsgruppen. Das Ziel ist es, das Gespräch über schwierige Themen in Gang zu bringen, Missverständnisse zu erkennen, Vorurteile abzubauen und gemeinsam Lösungen zu suchen.

Weitere Infos:

 

Zum ersten Mal äussern sich Vertreter von Muslimen, Christen und Juden gemeinsam zu Flüchtlingsfragen. In einer interreligiösen Erklärung fordern sie ihre Mitglieder auf, sich für Flüchtlinge zu engagieren. Gleichzeitig appellieren sie an Staat und Politik, Verantwortung für die Bedürfnisse von Flüchtlingen zu übernehmen.

Unterstützt wird dieses Projekt des Schweizerischen Rats der Religionen (SCR) vom UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR). Der Festakt zur Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung fand am 7. November 2018 in Bern statt.

Insgesamt fünf Appelle zur Schweizerischen Flüchtlingspolitik sind darin formuliert. Dazu gehört der Schutz vor Ort, welcher ein wichtiges Ziel der Schweizer Flüchtlings- und Aussenpolitik sein soll. In der Schweiz braucht es gemäss Erklärung zudem faire und effektive Asylverfahren, in denen der Flüchtlingsbegriff gemäss Genfer Flüchtlingskonvention umfassend angewendet wird. So sollen von Bürgerkrieg betroffene Menschen den Flüchtlingsstatus statt einer vorläufigen Aufnahme erhalten.

Unerlässlich sei auch, dass dem Recht auf Familienleben Rechnung getragen werde, sowie eine frühzeitige Integration von Flüchtlingen. Insbesondere in diesem Bereich können Religionsgemeinschaften ihren Beitrag leisten, indem sie Freiwilligenarbeit, Nachbarschaftshilfe und individuelle Initiativen starten, tragen und unterstützen. Für Flüchtlinge wiederum ist gemäss Erklärung die Respektierung hiesiger Regeln zentral, um sich integrieren zu können und Teil dieser Gesellschaft zu werden. Selbstredend gelten auch für sie die in der Bundesverfassung verankerten Werte. Weiter wird eine Rückkehr in Würde für Personen gefordert, welche die Kriterien für die Schutzgewährung nicht erfüllen. Dazu gehören menschenrechtliche Standards beim Vollzug der Wegweisung und die Beachtung des Kindeswohls in jeder Situation.

Hier finden Sie die Erklärung sowie weitere Informationen zum Thema:

 

Jugendliche in der Schweiz stimmen eher Ideologien von Extremismus zu, als dass sie extremistische Gewalt befürworten. Dies geht aus einer neuen Studie der ZHAW (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaftten), die in Zusammenarbeit mit der HETS (Haute École de Travail Social Fribourg) durchgeführt und am 6. Juni 2018 vorgestellt wurde, hervor. Linksextremismus ist mit 7 Prozent etwas verbreiteter als Rechtsextremismus. Islamistisch eingestellt sind demnach nur 2,7 Prozent der muslimischen Jugendlichen.

Befragt wurden im 2017 über 8000 Jugendliche im Alter von 17 bis 18 Jahren in zehn Kantonen. Mit einer Rücklaufquote von ca. 39% war die Beteiligung aber nicht sonderlich hoch. Ausserdem waren muslimische Jugendliche mit 9.6% überproportional vertreten (der Anteil der Muslime an der Schweizer Gesamtbevölkerung beträgt knapp 5%).

Die vollständige Studie kann hier heruntergeladen werden.

 

 

Jedes Jahr in der ersten Novemberwoche hat die «Woche der Religionen» ihren festen Platz in der interreligiösen Agenda. Rund 100 Veranstaltungen laden jährlich zu Begegnung und Dialog zwischen den in der Schweiz ansässigen Religionen und Kulturen ein. Organisiert wird die Woche vom interreligiösen Netzwerk IRAS COTIS.

Diese Jahr findet die Woche der Religionen vom 3.-11.11.2018 statt. Detaillierte Informationen zum Programm können hier eingesehen werden: